Tradition soll ein Sprungbrett sein, aber kein Ruhekissen.
Harold McMillan

Tradition hat unsere Schule!
Schon zu Maria-Theresias Zeit entstand direkt neben der Kirche Eggendorf ein Schulhaus, es ist bereits in der Josephinischen Landesaufnahme eingezeichnet. Der linke Teil ist der Kern der Schule. Anfangs gab es noch keinen Stock. Bereits im Franziszeischen Kataster, für Ober-Hollabrunn wurde er 1822 erstellt, ist das Gebäude etwas größer geworden, der Stock kam dazu. Das Dach ist ein biedermeierliches Kehlbalkendach mit gehackten Hölzern. Auch die Fenster- und Türbeschläge des Zubaues gehen auf etwa 1800 zurück. Der rechte Bauteil, die zweite Klasse, wurde etwas später angebaut. Auch die große Linde, vor der jetzigen Eingangstüre, wurde zu diesem Zeitpunkt gepflanzt.

Da stetig mehr Kinder unsere Schule besuchen und moderne Unterrichtsmethoden auch Platz brauchen, wurden im Frühjahr 2023 zwei Klassen angebaut. Sie bestehen aus Containerelementen, das klingt nicht gemütlich – ist es aber! Die Lösung ist wirklich fein!

Im alten Teil knarzt der unebene Boden, nichts ist gerade, es gibt etliche Stellen die Renovierung bedürfen… es ist ein altes Haus – Arbeit ohne Ende.
Aber! Die Raumhöhe ist toll, sie macht den Raum leise. Die Wände sind richtig dick, es ist im Sommer herrlich kühl. Jede Besucher:in die hereinkommt, fühlt sich gleich richtig wohl – es ist eben ein heimeliges, altes Gebäude!

In den neuen Räumen ist es sehr hell, die tiefen Fenster sind wunderbar. Es gibt richtig viel Stauraum und in jeder Klasse ein digitales Whiteboard. Diese Tafeln sind großartig! Unterricht am Puls der Zeit verlangt diverse digitale Geräte. Deshalb besitzen wir auch 18 Computerarbeitsplätze für die Schüler:innen.

Der neue Gang ist ein richtig gemütlicher Platz zum Arbeiten geworden. Besonders glücklich sind wir mit der neuen Bücherei, sie ist im Verbindungsteil zwischen Alt- und Neubau entstanden.

Unser Innen-Turnsaal ist nicht gerade groß, aber trotzdem gut ausgestattet. Mit den vielen kleinen Geräten macht das Turnen auch innen Freude. Die fehlende Fläche macht der Außen-Turn“saal“ mehr als wett – er ist hunderte Quadratmeter groß! Wir verbringen täglich unsere Pause draußen und bewegen uns viel im Freien.

Die Instandhaltung eines so alten Gebäudes ist eine wirkliche Monsteraufgabe. Ich freue mich sehr, dass Gemeinde und Eltern Hand in Hand arbeiten.
Zu Schulschluss halfen die Eltern mit. Die Garderobe wurde von ihnen demontiert, sie war wirklich schon in die Jahre gekommen. Über den Sommer renoviert der Bauhof diesen Raum, die Kinder werden ihn im Herbst nicht wiedererkennen! Er wird viel heller und freundlicher sein.
Wir bekommen die Garderoben der Volksschule Kirchenplatz, die perfekt in diesen Raum passen. Schön, dass wir so eine nachhaltige Lösung finden konnten!
Herzlichen Dank an den fleißigen Elternverein und Bildungsstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly. So ein altes Haus braucht Arbeitskraft, aber auch Geld um zukunftsfit zu sein.

Es freut mich, dass Bürgermeister Babinsky hinter – vor 😉 – diesem alten Gebäude steht und so die Tradition für ein Sprungkissen unserer Kinder macht.
